Internationale Zusammenarbeit

"Planet Integrity: Building a Fairer Society" OECD Global Anti-Corruption & Integrity Forum 2018

Die Leiterin der Abteilung für Prävention, Edukation und Internationale Zusammenarbeit des Bundesamts zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK), Mag. Dr. Martina Koger, MSc, sowie ein Mitarbeiter des Präventionsreferats derselben Abteilung nahmen für das BAK vom 26. bis 28. März 2018 an mehreren Veranstaltungen der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) in Paris teil.

Die BAK-Abteilungsleiterin und ein Mitarbeiter des Bundesministeriums für öffentlichen Dienst und Sport (BMÖDS) vertraten Österreich beim "Meeting of the Working Party of Senior Public Integrity Officials" (SPIO) der OECD am 26. März 2018. Das Ziel dieser regelmäßigen Arbeitssitzungen von Anti-Korruptions- und Integritätsexpertinnen und -experten der verschiedenen OECD-Mitgliedsländer ist der Austausch von Best Practices und die Erarbeitung von OECD-Empfehlungen für die zielgerichtete Umsetzung von landesweiten Korruptionspräventionsmaßnahmen. Dabei präsentierten und diskutierten die Delegierten Aktionen zur Umsetzung von Integritätsstrategien. Auch die BAK-Vertreterin stellte nationale integritätsfördernde Maßnahmen vor.

Parallel dazu fand zum ersten Mal das von der OECD initiierte "Auditors Launch Meeting" statt, an dem ein Mitarbeiter des BAK-Präventionsreferats teilnahm. Ziel dieser Auftaktveranstaltung war es, eine Plattform für Auditoren zu schaffen, auf der es unter anderem möglich sein soll, Best-Practices-Beispiele und Experten-Kontaktdaten abzurufen.

Das Integrity Forum am 27. und 28. März, von der OECD jährlich organisiert, wurde vom Generalsekretär der OECD, Angel Gurría, eröffnet. Im Einführungspanel sprachen dieses Jahr Erna Solberg, Premierministerin von Norwegen, Katrín Jakobsdóttir, Premierministerin von Island, Frans Timmermans, Erster Vizepräsident der Europäischen Kommission, sowie Gabriela Michetti, Vizepräsidentin von Argentinien.

OECD-Generalsekretär Angel Gurría warnte in seiner Eröffnungsrede vor dem eklatanten Verlust an öffentlichem Vertrauen. Nur zwei Fünftel der Bevölkerung der OECD-Staaten haben laut aktuellen Erhebungen noch Vertrauen in ihre Regierungen. Das Vertrauen in die Wirtschaft sei zwar tendenziell höher, jedoch von optimalen Werten weit entfernt. Diese Entwicklung fördere Nationalismus, Populismus, Protektionismus und andere negative Phänomene. Immer öfter werde das System der Demokratie hinterfragt, und insbesondere junge Menschen blieben häufig den Wahlen fern. Dem Vertrauensverlust könne nur durch Steigerung der Integrität vor allem im öffentlichen, aber auch im wirtschaftlichen Bereich entgegengewirkt werden.

In verschiedenen hochrangig besetzten Podiumsdiskussionen wurden anschließend wichtige Fragestellungen aus den Bereichen Korruptionsprävention und Integritätsförderung erörtert.
Für das diesjährige OECD Integrity Forum waren rund 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer akkreditiert. Die Veranstaltung ist aufgrund der Beteiligung führender Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft ein jährlicher Fixpunkt hinsichtlich der Entwicklung von Integritätsinitiativen. Die Präsentation und Diskussion neuer Erkenntnisse im Rahmen dieses Forums stellen einen bedeutenden Mehrwert im Korruptionspräventionsbereich dar.

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Foto: ©  .BAK

Artikel Nr: 15739 vom Dienstag, 10. April 2018, 13:44 Uhr
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