Korruptionsprävention
Erfolgreicher Abschluss des zwölften IBN-Lehrgangs
Vom 22. bis 26. Juni 2026 fand an der Verwaltungsakademie des Bundes der zwölfte Ausbildungslehrgang des Integritätsbeauftragten-Netzwerks (IBN) statt.
Das vom Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) etablierte Netzwerk ist ein zentrales Instrument zur Verankerung von Integritätsstandards, Korruptionsprävention und Compliance-Praxis in der österreichischen Verwaltung. Der IBN-Lehrgang, als zielgerichtete Qualifizierungsmaßnahme für Integritätsbeauftragte, zählt dabei zu den wesentlichen Säulen der präventiven Korruptionsbekämpfung im öffentlichen Dienst.
"Integrität hat einen besonders hohen Stellenwert in der öffentlichen Verwaltung. Sie bildet die Grundlage für das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in staatliche Institutionen. Eine Verwaltung mit hoher Integrität stärkt die Glaubwürdigkeit des Staates, fördert die Akzeptanz von Entscheidungen und trägt zur Rechtssicherheit bei. Integrität ist daher weit mehr als die Einhaltung von Regeln. Sie ist Ausdruck einer Haltung, die von Ehrlichkeit, Respekt, Objektivität und Verantwortungsbewusstsein geprägt ist", sagte Otto Kerbl, Direktor des BAK.
Der Lehrgang bot eine fundierte Verknüpfung von Theorie und Praxis und deckte folgende Kernbereiche ab: Allgemeines zum Korruptions-Phänomen und dessen Hintergründen, Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung, Compliance in der Praxis, Korruptions-Strafrecht und Dienstrecht, psychologische Mechanismen, Integritäts- und Wertemanagement sowie Einblicke in die Arbeitsweisen anderer IBN-Mitglieder. Beim Get-together hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss an den Lehrgang Gelegenheit zum Netzwerken und zum Austausch mit den Vortragenden.
25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 23 unterschiedlichen Organisationen der öffentlichen Verwaltung nahmen an diesem Lehrgang teil. Die Anzahl der im Netzwerk vertretenen Integritätsbeauftragten ist damit auf über 200 angestiegen.