Korruptionsprävention
Das BAK bildet: "Anti-Korruption. Prävention und Ermittlungen" – Erweiterungsmodul
Im Rahmen des Lehrgangs "Erfolgreich.Führen – Reflektieren, Erkennen, Weiterentwickeln" der Sicherheitsakademie (SIAK) für alle Führungskräfte des Innenministeriums (BMI) bzw. der Landespolizeidirektionen (LPD) fand am 12. Februar 2026 ein Erweiterungsmodul (EWM) mit dem Titel "Anti-Korruption. Prävention und Ermittlungen" im Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) statt. Knapp 30 Personen nahmen am Modul teil.
Am Vormittag gewährten zwei Experten des BAK Einblicke in die Praxis der Ermittlungsarbeit, indem sie reale Fälle vorstellten und diese mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutierten. Im Mittelpunkt der Diskussion stand dabei die Frage der Abgrenzung zwischen individuellem Fehlverhalten und strukturellen oder organisatorischen Mängeln sowie dem Einfluss des Corpsgeistes auf das Verhalten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Nachmittags wurde der Blickwinkel um psychologische und organisatorische Faktoren erweitert. Hierbei teilte Milda Žilinskaite, Wissenschaftlerin und Senior Scientist an der Wirtschaftsuniversität Wien, ihre Expertise im Bereich interkulturelles Management, Sozialpsychologie und Ethik sowie ihre Erfahrung als Gastdozentin an der International Anti-Corruption Academy (IACA). Ihr Vortrag "Den Kreislauf durchbrechen: Wie man unethische Führung und funktionale Dummheit in Organisationen bekämpft" ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, besser nachzuvollziehen, warum selbst "kluge" Organisationen in ethische Fallen tappen können.
Dieses Erweiterungsmodul bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine umfassende Perspektive auf die Prävention und Ermittlung von Korruption. Durch die Kombination von praktischen Einblicken und theoretischen Erkenntnissen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fähigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit Korruption weiterentwickeln und können diese in ihrer Rolle als Führungskräfte umsetzen.